Generative Künstliche Intelligenz gewinnt in Unternehmen zunehmend an Bedeutung – auch im Innovationsmanagement. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis ein heterogenes Bild: Während einige Organisationen bereits konkrete Anwendungsfälle etabliert haben, befinden sich andere noch in einer Experimentier- oder Orientierungsphase.
Gerade im Innovationsmanagement eröffnet generative KI neue Möglichkeiten. Sie kann Teams dabei unterstützen, Ideen schneller zu entwickeln, Informationen effizienter zu analysieren, Konzepte zu strukturieren oder Wissen im Unternehmen besser nutzbar zu machen. Gleichzeitig stellt sich für viele Organisationen eine zentrale Frage: Wie lässt sich generative KI sinnvoll in bestehende Innovationsprozesse integrieren?
Generative KI zwischen Experiment und systematischer Nutzung
In vielen Unternehmen wird generative KI derzeit zunächst punktuell eingesetzt, etwa in einzelnen Projekten oder durch individuelle Nutzung einzelner Mitarbeitender. Andere Organisationen beginnen bereits, erste organisatorische Rahmenbedingungen zu schaffen oder KI systematisch in Innovationsprozesse zu integrieren.
Aus unserer Arbeit mit Unternehmen zeigt sich dabei immer wieder: Der tatsächliche Mehrwert entsteht selten durch einzelne Tools allein. Entscheidend ist vielmehr, wie generative KI in bestehende Innovationsstrukturen eingebettet wird, also in Prozesse, Entscheidungsmechanismen und Zusammenarbeit.
Gerade hier stehen viele Organisationen noch am Anfang. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass generative KI das Potenzial hat, Innovationsarbeit deutlich zu unterstützen – insbesondere in frühen Innovationsphasen wie Analyse, Ideengenerierung und Konzeptentwicklung.
Unternehmen, die generative KI gezielt in ihre Innovationssysteme integrieren und Mitarbeitende entsprechend befähigen, können Innovationsarbeit nicht nur effizienter gestalten, sondern auch neue Perspektiven und Lösungsansätze erschließen.
Einblicke aus der Praxis
Aus unserer Beratungsarbeit im Innovationsmanagement sowie aus zahlreichen Gesprächen mit Unternehmen haben wir bereits erste Erfahrungen und Indizien gesammelt, wie generative KI aktuell im Innovationskontext eingesetzt wird. Außerdem fließen auch Erkenntnisse aus Workshops in unsere Perspektive ein. Dabei zeigen sich drei wiederkehrende Beobachtungen:
- Human in the Loop bleibt entscheidend.
Trotz leistungsfähiger KI-Systeme bleibt der Mensch die zentrale Instanz im Innovationsprozess – insbesondere bei Bewertung, Kontextualisierung und Entscheidungen. - Produktivitäts- und Kreativitätsgewinne sind deutlich spürbar.
Generative KI unterstützt Teams vor allem bei Recherche, Ideengenerierung und Strukturierungsaufgaben und erleichtert die Orientierung in neuen oder komplexen Themenfeldern. - Der Umgang mit KI bestimmt die Qualität der Ergebnisse.
Der tatsächliche Mehrwert entsteht nicht automatisch. Klare Fragestellungen, präzise Prompts und eine kritische Bewertung der Ergebnisse sind entscheidend.
Unsere Studie zur Nutzung generativer KI im Innovationsmanagement
Um den aktuellen Stand der Nutzung generativer KI im Innovationsmanagement besser zu verstehen, führen wir derzeit eine Studie zu diesem Thema durch. Ziel ist es, ein differenziertes Bild zu erhalten, wie Unternehmen generative KI tatsächlich einsetzen, welche Potenziale sie sehen und welche Herausforderungen dabei entstehen.
Auf Basis unserer bisherigen Erfahrungen und der im Fragebogen betrachteten Themenfelder haben wir drei zentrale Hypothesen formuliert, die wir im Rahmen der Studie untersuchen möchten.
Hypothese 1:
Generative KI wird im Innovationsmanagement bislang überwiegend experimentell genutzt.
Hypothese 2:
Der größte wahrgenommene Nutzen generativer KI liegt in Effizienz- und Geschwindigkeitsgewinnen.
Hypothese 3:
Der entscheidende Engpass liegt weniger in der Technologie als in Kompetenzen und organisatorischer Integration.
Die Studie richtet sich an Mitarbeitende und Führungskräfte mit Berührungspunkten zum Innovationsmanagement in Unternehmen verschiedener Branchen und Größen. Die Teilnahme an der Befragung dauert etwa 15 Minuten. Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme. Auf Wunsch erhalten Sie nach Abschluss der Studie einen individuellen Benchmark-Bericht, der zeigt, wie Ihre Organisation beim Einsatz generativer KI im Innovationsmanagement im Vergleich zu anderen teilnehmenden Unternehmen aufgestellt ist und wo mögliche nächste Entwicklungsschritte liegen könnten.
Austausch zum Thema
Inhaltlich begleitet wird die Studie von Oliver Vollrath, geschäftsführender Partner, der sich seit vielen Jahren intensiv mit Innovationsmanagement und der strategischen Weiterentwicklung von Innovationssystemen beschäftigt. Gemeinsam mit Maximilian Möges, Berater mit besonderem Fokus auf Innovationsmanagement, treibt er die Auseinandersetzung mit der Frage voran, wie neue Technologien – insbesondere generative KI – sinnvoll in Innovationsprozesse integriert werden können.
